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Spanien will eine konstruktive Rolle im Kosovo spielen |
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19. November 2005 um 07:25 |
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(Quelle: Ora Online)
Spanien hat über eine Erklärung ihres Aussenministers, Miquel Angel Moratinos, positive Signale an den Kosovo gesendet. Dies berichtet der kosovarische Fernseh- und Nachrichtensender RTK.
Spanien ist eines der fünf Länder innerhalb der EU, das die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt und sie bisher energisch bekämpft hat. Nun erklärte Aussenminister Moratinos, dass Spanien zukünftig eine neutrale Haltung gegenüber dem Status des Kosovo einnehmen möchte.
Spanien wird ab Januar des nächsten Jahres die sechsmonatige EU-Ratspräsidentschaft übernehmen. Dass Spanien während dieser Zeit eine neutrale Position bezieht, wird vom Aussenminister Moratinos hauptsächlich damit begründet, dass die Mehrheit der EU-Staaten die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt hat
Mehr noch als ihre Neutralität zu erklären, versicherte der spanische Aussenminister - trotz der Tatsache, dass Spanien die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt - eine konstruktive Rolle im Kosovo spielen zu wollen.
Konkret soll dies bedeuten, dass Spanien sich für eine starke Rolle der EU im Kosovo einsetzen und den Kosovo während ihrer 6-monatigen Ratspräsidentschaft zu hochrangigen EU-Treffen einladen wird, um an diesen teilzunehmen.
Der Kosovo wurde bis dato von 64 Staaten anerkannt. Darunter 22 der 27 EU-Staaten. Spanien befürchtet bei einer Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo, Unabhängigkeitsbestrebungen im eigenen Land.
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